Der Grüne Punkt
Ich habe eigentlich immer den Grünen Punkt mit Umweltschutz und Recycling gleichgesetzt.
Heute Morgen jedoch wurde ich eines Besseren belehrt.
Ich hatte 4 gelbe Säcke mit Styropor, bzw. ähnlichem Material vor die Türe gestellt. Sowas kann ja recycelt werden. Dachte ich zumindest.
Diese 4 Säcke wurden jedoch nicht mitgenommen da es sich nicht um Grüne Punkt Produkte handelt.
Warum bleiben manchmal Gelbe Tonnen/Gelbe Säcke mit Styropor einfach stehen?
Aus Sicht der dualen Systeme – also durch die Entsorgerbrille geschaut – ist Styropor nicht gleich Styropor (siehe auch Frage 30). Hier wird streng unterschieden zwischen Verpackungsstyropor und Styropor, der beispielsweise als Baustoff zur Isolierung benutzt wird. Styroporelemente aus Verkaufsverpackungen werden selbstverständlich von den dualen Systemen entsorgt, Baustoffe jedoch nicht. Ebenfalls nicht in die Entsorgungspflicht der dualen Systeme fallen Styroporverpackungen, die im Handel anfallen.
Schade, nun muss ich das Zeug in den normalen Müll entsorgen, also nix mit umweltfreundlichem Recycling (Kippe / Müllverbrennung).
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In den meisten Regionen wird der Müll am Ende sowieso wieder zusammengeführt und nochmal beim Müllentsorger selbst nochmal sortiert.
Da stehen dann welche – mittlerweile sicher auch 1-Euro-Jober – am Band und sortieren den Müll vor (siehe Beispiel unten), bevor er dann per Automat weiter sortiert wird – Metall / Glas / Papier / … / Rest.
Hängt wahrscheinlich damit zusammen das viele (immer noch) nicht, kaum oder falsch trennen. (Papp-Packungen mit Essensresten im gelben Sack als etwas ekeligeres Beispiel für Letzteres, schwer das wieder sauber zu bekommen und zu recyclen)
Ein Besuch auf der örtlichen Mülldeponie bzw. Verwertungsanlage kann da sehr aufschlussreich sein, um zu erfahren ob in der eigenen Gegend noch nachsortiert wird.
Hallo Disco,
Ähnliches ist mir auch letztes Jahr passiert.
Im Garten fand ich, vom Vorbesitzer gut vergraben, ein paar alte Kunststoffplanen. “Gott sei Dank, Kunststoff. Den werf ich in den gelben Sack und das Zeug ist günstig entsorgt.”, dachte ich aber auch nur. Bei der nächsten Abfuhr wurde ich eines Besseren belehrt. Kein Grüner Punkt, ergo kein gelber Sack.
Also musste ich das Ganze zu meinem Bekannten bringen, der zum Glück ein Entsorgungsunternehmen besitzt, und das Problem war doch noch relativ kostenneutral entsorgt.
Aber mittlerweile weißt Du ja wie der Hase läuft, denn Trennen will gelernt sein!!
Hab das irgendwie nie geglaubt mit dem Grünen Punkt. Ich dachte genau wie ihr alle, Kunstoff = Recycling. Früher standen auch die Materialien auf den Säcken. Nicht das der Grüne Punkt drauf sein muss.
Aber so lernt man weiter dazu, zum Glück hab ich noch kein “Lehrgeld” in Form stehengelassener Säcke bezahlen müssen…